Küchengeräte beim Umzug richtig vorbereiten
Der Umzug einer Küche beginnt nicht erst am Tag des Transports, sondern spätestens zwei Wochen vorher. Kühl- und Gefriergeräte brauchen die meiste Vorlaufzeit, weil sie vor dem Verladen vollständig abtauen und trocknen müssen. Wer erst am Vortag damit anfängt, riskiert Wasserschäden im Möbelwagen und Schimmelbildung in der neuen Wohnung. Ein Kühlschrank, der mit Resteis oder einer feuchten Innenwand transportiert wird, kann zudem den Kompressor beschädigen, wenn er zu früh wieder eingeschaltet wird.
Das Abtauen selbst ist unspektakulär, aber zeitintensiv. Gerät ausschalten, alle Lebensmittel entnehmen und die Türen offen stehen lassen. Beschleunigen lässt sich der Prozess mit Schüsseln heißen Wassers auf den Ablageflächen, niemals mit scharfen Gegenständen am Verdampfer. Das Tauwasser läuft über die Ablaufrinne in eine Auffangwanne, die man rechtzeitig leert. Anschließend alle Flächen mit einer milden Essiglösung auswischen und das Gerät mindestens 24 Stunden bei geöffneten Türen trocknen lassen. Wer parallel seine Waschmaschine für den Transport vorbereitet, findet unter Waschmaschine umziehen eine brauchbare Anleitung zu Transportsicherung und Restwasser.
Gefriergut verdirbt schneller, als viele denken. Bei einer Fahrt von mehreren Stunden hält sich Tiefkühlkost nur in gut isolierten Boxen mit Kühlakkus, und selbst dann taut Randgut an. Sinnvoller ist es, den Vorrat rechtzeitig zu reduzieren: größere Mengen auftauen, verkochen oder verschenken. Was übrig bleibt, wird dicht verpackt und möglichst am Zielort zuerst wieder eingefroren. Ein halb volles Gefrierfach ist beim Umzug kein Problem, ein volles mit labiler Kühlkette schon.
In der neuen Wohnung stellt sich die Frage nach dem Standort. Kühlschrank und Gefrierschrank brauchen Abstand zur Wand, damit die Wärme abgeführt werden kann, und sollten nicht neben Herd oder Heizkörper stehen. Auf unebenem Boden richtet man das Gerät über die Füße aus, sonst laufen Motor und Türdichtung dauerhaft unter Spannung. Nach dem Transport gilt: mindestens zwei bis vier Stunden aufrecht stehen lassen, bevor der Stecker in die Dose kommt. Diese Wartezeit schützt den Kompressor, der sich während der Fahrt mit Öl gefüllt haben kann.